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Einige ritten dicht auf die Bajonette ein, feu⸗ erten ihre Piſtole ab und hieben mit unerſchuͤtterli⸗ chem fruchtloſem Muthe mit den Saͤbeln um ſich. Andere ſtarrten ſie an, und wurden durch das Mus⸗ keten⸗ und Artilleriefeuer zu Grunde gerichtet. Die Kuͤraſſiere litten am Ende nach allen Seiten ſo ſtarken Verluſt, daß ſie genoͤthigt waren, einen Angriff aufzugeben, den ſie mit ſo unerſchrockenem und verzweifeltem Muthe unternommen hatten. In dieſem unerhoͤrten Kampfe gieng der groͤßte Thei der franzoͤſiſchen ſchweren Kavallerie gaͤnzlich zu Grunde. Buonagparte weist in ſeinem Bulletin da⸗ rauf, als auf einen Verſuch hin, der ohne Befehl unternommen und durch den verzweifelten Muth der Soldaten und Offiziere fortgeſetzt wurde. Gewiß iſt, daß durch die Vernichtung dieſes tapfern Kuͤraſ⸗ ſierkorps er eine Reiterei verlor, die ihm zur Deck⸗ ung ſeines Ruͤckzuges die beſten Dienſte geleiſtet haben wuͤrde. Nachdem die zerſprengten Ueberreſte dieſer ſchoͤnen Reiterei züruͤckgezogen worden waren, beſchraͤnkten ſich die Franzoſen eine Zeitlang auf eine heftige Kanonade, vor welcher ſich die Englan⸗ der zum Theil dadurch ſchuͤtzten, daß ſie ſich auf den Boden niederlegten, waͤhrend der Feind ſich zu ei⸗ nem Anugriff auf einer andern Seite anſchickte, der auf eine andere Weiſe ausgefuͤhrt werden ſollte.
Es war um e Uhr und waͤhrend der langen Roi⸗ he der wuͤthendſten Angriffe, hatten die Franzoſen
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