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18, ein Detachement ſeiner Armee gegen mich abzuſenden, oder ich wuͤrde es, falls er es gewagt haͤtte, vernichtet ha⸗ ben.“ Allein der Marſchall ſcheint ſich ſiegreich zu ver⸗ theidigen. Grouchy ſagt, er habe den Kaiſer in der Nacht vom 16. aufgeſucht, ſobald der Ruͤckzug der Preußen begon⸗ nen haͤtte, ihn aber erſt bei ſeinen Ruͤckkehr nach Fleurus zu Geſicht bekommen; auch erhielt er keine Antwort, als er einige Reiterei zur Unterſtuͤtzung ſeiner Kavallerie fuͤr die Verfolgung Bluͤchers und ſeiner im Ruͤckzug begriffe⸗ nen Armee verlangte; man bedeutete ihn bloß, er wuͤrde am naͤchſten Tage Ordre bekommen. Er giebt an, er habe ſich am 17. Morgens, weil er die Wichtigkeit der ſchleunigen Verfolgung in ihrem ganzen Umfange einge⸗ ſehen, in das Hauptquartier begeben, Buonaparte aber erſt halb 7 Uhr ſprechen koͤnnen, und dann habe er ihm auf das Schlachtfeld des vorigen Tages folgen muͤſſen, ehe er ſeine Befehle bekommen habe. Napoleon ſprach mit mehreren Perſonen uͤber verſchiedene Gegenſtaͤnde, ohne Grouchy eine Ordre zu geben, bis er ſich, als es beinahe ſchon Mittag war, ploͤtzlich entſchloß, den Mar⸗ ſchall mit einer Armee von 32 000 Mann, nicht nach Wavre(denn er wußte nicht, welche Richtung die Preuſ⸗ ſen genommen) abzuſenden, ſondern ihm den Befehl gab, Bluͤcher zu verfolgen, wohin er ſich auch gewandt haben mochte. Schließlich behauptet Grouchy, daß die Truppen Gerard's und Vendamme's, welche unter ſeinem Kommande ſtanden, nicht im Stande geweſen, vor 3 Uhr aufßzusrechen; ſo waren, nach des Marſchalls genauer Angabe, die erſten Ordern zur Verſolgung am Mittag


