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Ligny angriff. Waͤhrend Ney ſo auf dem linken franzoͤſt⸗ ſchen Fluͤgel bei Frasnes und Quatre Bras und Buona⸗ parte auf dem rechten vor Ligny ſtand, diente eine Divi⸗ ſion unter D'Erlon von etwa 10,000 Mann als Centrum der Armee, und war in der Naͤhe von Marchiennes auf⸗ geſtellt, von wo aus ſie durch einen Seitenmarſch Ney oder Napoleon zu Huͤlfe kommen konnte, wenn ſie ihren Beiſtand verlangten. Da am 16. Juni auf ſolche Weiſe zwei Schlachten vorfielen, ſo wird es noͤthig, ſie beide beſonders zu berichten.
Die vor Ligny war die Hauptaktion. Der franzoͤſi⸗ ſche Kaiſer war nicht im Stande, ſeine Streitkraͤfte zu koncentriren, um den Angriff auf die Preußen zu eroͤff⸗ nen, bis 3 Uhr Nachmittags; um welche Stunde er den⸗ ſelben mit auſſerordentlicher Wuth auf der ganzen preu⸗ ßiſchen Linie begann. Nach einem unausgeſetzten Angriff von 2 Stunden konnten ſich die Franzoſen kaum in den Beſitz eines Theils von dem Dorfe von St. Amand ſetzen. Die Poſition der Preußen war jedoch in ſo fern nachtheilig, daß der groͤßte Theil ihrer Armee auf den Hoͤhen ſtand, der Reſt die an ihrem Fuße liegenden Doͤrfer beſetzt hielt, ſo daß die den letztern zugeſchickten Verſtaͤrkungen waͤhrend ihres Herabſteigens dem Feuer der unten auf den Wieſen aufgeſtellten franzoͤſiſchen Ar⸗ tillerie ausgeſetzt waren. Ungeachtet dieſes Uebelſtandes⸗ durch welchen die Preußen ſehr viel litten, hielt Napoleon den Ausgang des Kampfes fuͤr ſo zweifelhaft, daß er nach der Diviſion D'Erlon's ſandte, die, wie wir ſchon erwaͤhnten, in der Naͤhe von Marchiennes, halb⸗


