11²2
nen abgeſagten Feind, den ſie, ſo es angieng, un⸗⸗
barmherzig mir Fuͤßen getreten haͤtten. Bluͤcher war jedoch durch die Unzufrievenheit der ſaͤchſiſchen Truppen eines betrachtlichen Theils ſeiner Armee beraubt. Es war eine Meuterei unter ihnen ausgebrochen, als der Kongreß ſeine Abſicht ankuͤndigte, einen Theil des ſaͤchſiſchen Landes Preußen einzuverleiben; viel Blut⸗ vergießen war gefolgt und man hielt fuͤr das Beſte, die ſaͤchſiſchen Truppen als Beſatzung in den deutſchen Feſtungen zuruͤckzulaſſen.
Fuͤrſt Bluͤcher kam mit der preußiſchen Armee zu Luͤttich an, die, an der Sambre und der Maas kon⸗ centrirt, Charleroi, Namur, Givet und Luͤttich be⸗ ſetzte; der Herzog von Wellington beſetzte Bruͤſſel, wo er ſein Hauptauatier aufgeſchlagen hatte, und ezte ſich mit ſeinem linken Fluͤgel mit dem rechten der Preuß⸗ ſen in Kommunikation. Man glaubte allgemein, Na⸗ poleons gedrohter Anmarſch wurde gegen Namur Statt finden, weil er bei dieſer unbefeſtigten Stadt am wenigſten Widerſtand erwarten wuͤrde.
Die erſten Korps des Herzogs von Wellington unter dem Prinzen von Dranten mit zwei Diviſionen Englander, zwei hannoveraniſchen und zwei belgiſchen beſetzten Enghien, Braine le Comte und Nivelles, und dienten der preußiſchen Diviſion unter Ziethen, der vor Charlerot ſtand, zur Reſerve. Die zweite Diviſion, von Lord Hill befehligt, beſtand aus zwei
engliſchen, einer belgiſchen und zwei hannoveraniſchen
Diviſionen.


