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61. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 27. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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mente ihrer utopiſchen Theorie an einer wirklichen Regierung zu machen; vor Allem aber ſuchte man ſich des Militaͤrs zu verſichern, von dem Ofſtziere

an, vor deſſen Augen man den Kommandoſtab, kleine,

ja ſelbſt große Kronen im Proſpekte zeigte, bis auf den Grenadier, deſſen Hoffnungen einzig auf Blut, Franzbranntwein und freie Quartiere gingen. Die niedrigern Klaſſen der Beroͤlkerung, beſonders jene Bewohner der großen Vorſtaͤdte St. Marceau

und St. Antoine, waren der Sache geneigt, vermoͤge

ihrer natuͤrlichen Ungeduld und Neuerungsſucht; we⸗ gen der Beſorgniß, der Koͤnig moͤchte die koſtſpieli⸗ gen Bauten, wozu ſie Buonaparte zu verwenden pflegte, nicht mehr fortſetzen; aus jakobiniſchem Miß⸗ behagen an dem geſetzlichen Rechtstitel Ludwigs, ver⸗ bunden mit ſehnſuchtigen Wuͤnſchen nach den gluͤck⸗ lichen Tagen der Freiheit und Gleichheit; aus dem Verlangen endlich, das die Hefe der Geſellſchaft uͤber⸗ all an den Tag legt, ſich des Geſetzes, ihres natuͤr⸗ lichen Kopfzaums, zu entledigen. Der Einfluß von Richard le Noir war beſonders guͤnſtig fuͤr die Ver⸗ ſchwornen. Er war ein reicher Vaumwolle⸗Manu⸗ fakturiſt, der nicht weniger als 3000 Arbeiter bei⸗ ſammen hatte, die auf den erſten Wink der Ver⸗ ſchwornen auf den Beinen waren. Le Noir wurde von den Royaliſten Santerre II. genannt, weil er⸗ flleich jenem beruͤhmten Vorſtaͤdter Brauer, wie es hieß, nach der Ehre enines Sansculotten⸗Generals