116
bons und ihre Anhaͤnger anzufachen. Dem König ward vorgeworfen, er ſey undankbar gegen den Ruf der Nation(ein Ruf, den er ſicherlich ohne die Ka⸗ nonen der Verbuͤndeten nicht gehoͤrt haben wuͤrde) dadurch geweſen, daß er ſich Koͤnig von Gottes Gna⸗ den genannt,— auf Belgien verzichtet, waͤhrend doch Carnot geräde Gouverneur von Antwerpen war, und daß er Chonans, Vendeeaner, Emigranten, Koſacken oder Englaͤnder den Soldaten vorgezogen habe, deren Siege ihn in Verbannung gehalten, und durch deren Niederlage er allein den Thron ſeiner Vaͤter wieder gewonnen hatte. Die Emigranken wurden als eine erbitterte und doch veraͤchtliche Faktion hingeſtellt.
Das Volk, heißt es, fragte wenig nach dem Rechte
ſeiner Herrſcher,— nach ihren Streitigkeiten, nach ihrem Privatleben, ja ſelbſt nach ihren politiſchen Verbrechen, woferne es nicht ſelbſt dadurch ange⸗ fochten wuͤrde. Jede Regierung hat ihr⸗ natuͤrliche Baſis in der Meinung des Volkes, aber dch! in der wirklichen Geſchichte werden die Völker einzig, wie Monſieur Carnot ſagt, als die Schlachtopfer ihrer Oberhaͤupter betrachtet; wir kennen nur einen Kampf der Unterthanen fuͤr das Privatimereſſe ihrer Fuͤr⸗ ſteu Koͤnige, die ſelbſt Koͤnigsmoͤrder und Pater⸗ landsverraͤther ſind— und Prieſter, welche die Men⸗ ſchen zur beiderſeitigen Ermordung antreiben; das Auge kann nur auf den edelmuͤthigen Anſtrengungen ein⸗ zelner Braven ruhen, die ſich der Befreiung ihrer


