114 ſamkeit ſeiner Verfolger, ſondern durch die Kleinmaͤ⸗ thigkeit ſeines Adels veranlaßt, der die Entruͤſtung der Nation provocirte, und dann aus dem Koͤnig⸗ reiche floh, wo er ſich, wenn er ſeinen Souverain ge⸗ liebt haͤtte, zu ſeinem Schutz um ſeine Perſon haͤtte ſammeln ſollen. Dieſe Vertheidigung in dem Munde eines Koͤnigsmoͤrders lautet gerade ſo, als ob Einer aus einer Rauberbande einen Mord nicht ihrer eigenen Gewaltthat, ſondern der Feigheit der Domeſtiken des Ermordeten, die der Gewalt haͤtten widerſtehen ſol⸗ len, zuſchreiben wollte. Niemand wußte auch beſſer, als Carnot, durch welche Kuͤnſte Ludwig XVI. nach und nach dazu gebracht wurde, alle Mittel zur Ver⸗ theidiaung aufzugeben, die ſeine Lage ihm darbot, und ſich ſelbſt der geſchwornen Anhaͤnglichkeit und Treue derer zu uͤberlaſſen, von denen er zum Tode verur⸗ theilt wurde. Wie ſonderbar und unlogiſch waren die Beiſpiele und Beweiſe, welche Carnot zur Entſchul⸗ digung der Verurtheilung Ludwigs auffuͤhrte. Cicero ſagt in ſeinen Officien:„wir haſſen alle die, welche wir fuͤrchten, und wir wuͤnſchen den Tod derer, die wiy haſſen.“ Aus dieſem weit umfaſſenden Grunde vertheidigt Carnot des Redners Billigung der Er⸗, mordung Caͤſars, trotz der Milde des Uſurpators, „und Cato ging,“ ſo faͤhrt der Kollege Robespierre's fort,„weiter, und glaubte nicht, daß es moͤglich ſey, daß es irgend einen guten Koͤnig gebe.“ Natuͤrlich konnten, nach Carnot's Meinung, nicht allein Ludwig XVI., ſondern
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61. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 27. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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