4² welche gute Anſtellungen verloren, die Kriegsgefan⸗ genen, welche von außen heimgekehrt, und ein großer Theil der Armee, die noch beiſammen blieb, Napo⸗ leon immer noch zugethan waͤren. Buonaparte ſchien dagegen die Stabilitaͤt des Thrones zuzugeben, da er in den Marſchaͤllen und hohen Offizieren eine Stuͤtze finde; allein er lachte uͤber die Idee, Frankreich die Wohlthat einer freien Verfaſſung zu geben, und ſagte, der Verſuch, die engliſche nachzuahmen, wuͤrde eine Farce, eine Karrikatur werden. Es waͤre unmoͤglich, bemerkte er, die zwei Parlamentskammern nachzu⸗ ahmen, denn ſolche reſpektable Familien, wie diejeni⸗ gen, welche die Ariſlokratie von England bildeten, eriſtirten bis jetzt in Frankreich nicht. Er ſprach mit Bitterkeit von der Ceſſion Belgiens, und davon, daß Frankreich Antwerpen verloren. Er rede hier, meinte er, als Zaſchauer ohne Hoffnung oder Intereſſe, denn er habe keines; daß man aber die Franzoſen ſo ſehr, gedemuͤthigt habe, zeuge von Unkenntniß ihres Na⸗ tionakarakters. Ihr Hauptgefuͤhl ſey Stolz und Ehre, und die Verbuͤndeten duͤrften keinen Zuſtand der Zu⸗ friedenheit und Ruhe bei der Lage erwarten, in welche ſie Frankreich verſetzt haͤtten. Die Franzoſen, ſagte er, ſeyen einzig durch eine große numeriſche Ueber⸗ macht beſiegt, und daher nicht erniedrigt worden, die Bevoͤlkerung habe nicht ſo viel gelitten, als man Zlaube, denn er habe immer das Blut der Franzoſen verſchont, und das der Italiener, der Deutſchen und
Teil eines Werkes
61. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 27. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


