Teil eines Werkes 
61. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 27. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

36

ren der einzige Gegenſtand, uͤber den ihn ſeine Maͤ⸗ ßigung verließ. Hieruͤber fuͤhrte er immer eine ſtarke und heftige Sprache, und ſagte, daß das Verbot mit ſeiner Gemahlinn und ſeinem Sohne umzugehen, zu Wien allgemeine Mißbilligung errege, daß in neueren Zeiten kein gleicher Grad von Unmenſchlich⸗ keit und Ungerechtigkeit erhoͤrt worden ſey, daß die Kaiſerinn gefangen gehalten werde, indem ſie beſtaͤn⸗ dig ein hiezu aufgeſtellter Offtzier begleiten muͤſſe, ſie haͤtte, ehe ſie Orleans verlaſſen, geaͤuſſert, daß ſie die Erlaubniß verlange, auf der Inſel Elba ſich wie⸗ der zu ihm zu begeben, allein es ſey ihr verweigert worden. Es ließ ſich, fuhr er fort, bei dieſer Tren⸗ nung ein Schatten von Politik, aber keiner von Ge⸗ rechtigkeit denken. Oeſterreich wollte die Tochter ihres Souverains mit dem Kaiſer von Frankreich vermaͤh⸗ len, ſuchte aber alle Verbindung mit dem Kaiſer von Elba abzubrechen, weil zu befuͤrchten waͤre, daß die, einer Tochter vom Hauſe Habsburg gebuͤhrende Ehr⸗ erbietung, wenn ſie bei ihrem Ehegemahl reſidirte, zu vielen Glanz auf den abgedankten Souverain ver⸗ breiten würde.

Der oͤſterreichiſche Kommiſſaͤr, General Kohler, beſtand ſeiner Seits darauf, daß die Trennung mit Einwilligung, und ſogar auf Erſuchen der Kaiſerinn Marſe Louiſe ſtatt gefunden habe, und gab zu ver⸗ ſtehen, daß Napoleons Wunſch nach ihrer Vereinigung aus anderen Gruͤnden, als denen haͤuslicher Zunei⸗