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Napoleon gab dem Herzog von Baſſano eine Ab⸗ ſchiedsaudienz und ſchien aͤrgerlich, als ein Adjudant von Seiten General Bertrand's ihm ankuͤndigte, daß die fuͤr ſeine Abreiſe feſtgeſetzte Stunde gekommen ſey.„Eut,“ antwortete er,„das iſt etwas Neues. — Seit wann haben ſich Unſere Bewegungen nach der Uhr des Großmarſchalls gerichtet? Wir werden abreiſen, wenn es Uns gefaͤllt— vielleicht gar nicht!“ Dieß war jedoch blos eine augenblickliche Anwandlung von Ungeduld.
Napoleon verließ Fontainebleau am 20. April 18% um 11 Uhr Morgens. Sein Gefolge beſtand aus 14 Wagen, und erforderte ein Relais von 50 Poſtpferden. Auf der Reiſe, wenigſtens zu Anfang derſelben, nahm er einen offentlichen Charakter an, ſandte zu den oͤffentlichen Autoritaͤten der Staͤdte, und erkundigte ſich nach dem Zuſtande des jedesma⸗ ligen Platzes, wie er bei fruͤheren Gelegenheiten ge⸗ wohnt war.
Man vernahm haͤufig den Ruf:„vive l'empereur!“
was ihm neuen Muth gab. Auf der andern Seite zogen ſich die Maires und Unterpraͤfekten, welche er in Betreff des Verfalls ſo vieler Staͤdte befragte, ſein Mißfallen dadurch zu, daß ſie die Symptome des Verfalls dem Krieg oder der Konſcription zu⸗ ſchrieben, an einigen Orten trug das Volk die weiße Kokarde und inſultirte ſeine Reiſe durch das Geſchrei: „Vive le Roilte


