leg fuͤr die politiſche Erfahrung:„daß, wenn ein Fuͤrſt Leuten hohen Einfluß gibt, das erſte, woran
ſie zur Zeit der Gefahr denken, dahin geht, ſich die
Vortheile, die ſie erhalten, zu ſichern, ohne ſich um
das Schickſal deſſen zu kuͤmmern, dem ſie ſolche zu
verdanken haben.“
Wir glauben nicht, daß es, waͤhrend dieſe Vor⸗ gaͤnge ſtatt fanden, Jemand einfiel, die Geſetzlichkeit oder Gerechtigkeit der Thronentſetzung Napoleons in Abrede zu ziehen; die Zeit hat viele Schriftſteller aufgefordert, die, durch den Glanz von Napoleons Ruf fuͤr ihn gewonnen, zum Theil auch durch Bande der Dankbarkeit oder Freundſchaft an ihn gefeſſelt, mehr oder weniger unmittelbar die Geſetzmaͤßigkeit des Verfahrens von Seiten des Senats, ſo wie die Gerechtigkeit ihres Spruches beſtritten haben. Wir halten es demnach fuͤr unſere Pflicht, dieſes merk⸗ wuͤrdige Ereigniß nach beiden Geſichtspunkten noch ge⸗ nauer zu betrachten.
Der Einwurf gegen die Geſetzmaͤßigkeit der Hand⸗ lung des Senats, nach welcher er als Organ des Volkes auftrat und das Urtheil der Thronentſetzung ausſprach, gruͤndet ſich auf die Behauptung, daß das Recht der Entthronung eines Souverains, der einer unertraͤglichen Unterdruͤckung ſchuldig ſeyn ſoll, nur durch einen beſonderen foͤrmlichen Act nach den be⸗ ſtehenden, fuͤr dieſen Fall ausdruͤcklich feſtgeſetzten Geſetzesbeſtimmungen ausgeuͤbt werden koͤnne. Dieſe


