27 Grenze gegen die Schweiz erwarten mochte, ſehr be⸗ ſchraͤnkten, und die zahlreichen Feinde ſeiner Regie⸗ rung in der Provence, wo die Royaliſten bereits eine bedeutende Partei hatten, gar ſehr ermuthigen mußten.
Die Verſtaͤrkungen, welche von den Oeſterreichern unter General Bianchi abgeſandt, und ihre Reſerven, die von dem Prinzen von Heſſen⸗Homburg herbeige⸗ fuͤhrt wurden, hatten dieſen wieder die Oberhand uͤber Augereau's Armee gegeben. Er ward am 11. Maͤrz bei Magon in einem Treffen, das er zu Behauptung ſeiner Linie an der Saonne anbot, ge⸗ ſchlagen. Eine zweite Niederlage erlitt er am 12ten bei St. George, und mußte ſich in großer Unordnung zuruͤckziehen, ſo daß ihm kaum noch die Mittel uͤbrig blieben, den Fluß Iſeère, auf welchen er ſich zuruͤck⸗ zog, zu vertheidigen. Lyon, auf dieſe Art eutbloͤßt, oͤffnete Bianchi die Thore, und, nach allem, was die Buͤrger von dem Verluſte der Verbuͤndeten gehoͤrt hatten, ſahen ſie mit Erſtaunen und Beſtuͤrzung ein wohl behaltenes Truppenkorps, das ſich auf 60,000 Mann belief, durch ihre Straßen ziehen.
Dieſe Niederlage Augereau's war wahrſcheinlich Na⸗ poleon noch nicht bekannt, als er ſich entſchloß, gegen die Grenze zu marſchiren und auf die Mitwirkung der Lyoner Armee rechnen zu duͤrfen glaubte. Ob⸗ gleich des Kaiſers Bewegung nach Saint⸗Dizier nicht in den Regeln der gewoͤhnlichen Kriegskunſt lag, und


