13 gebungen die Infanterie nur mit Muͤhe aus der Stadt zu ihrer Unterſtuͤtzung hervorruͤckte. Napoleon zeigte, wie immer in großen Gefahren, denſelben he⸗ roiſchen Muth, welchen er bei Lodi und Brienne an
den Tag gelegt hatte. Er zog ſein Schwerdt, wayf
ſich unter die in Unordnung gekommene Kavallerie, rief ihr zu, ſie ſollte ihrer fruͤheren Siege gedenken, und that dem Eindringen der Feinde durch einen ungeſtuͤmen Angriff Einhalt, in welchem er nebſt ſeinen Staabsoffizieren Mann gegen Mann mit ſei⸗ nen Gegnern focht, ſo daß er ſelbſt in perſoͤnliche Gefahr kam, durch die Lanze eines Koſacken, deren Stoß von ſeinem Adjutanten Girardin absewandt wurde. Sein Mamelucke Ruſtan focht ihm ſtandhaft zur Seite, und bekam ein Geſchenk fuͤr ſeine Tapfer⸗ keit. Dieſe verzweifelten Anſtrengungen gaben der Infanterie Zeit, aus der Stadt zu debonchiren. Die kaiſerlichen Garden zogen auf, und der Kampf wurde aͤußerſt heftig. Die Ueberzahl der Verbundeten ließ dieſe auf allen Punkten den Angriff machen. Ein feſt gelegenes Doͤrſchen vor und etwas zur Linken von Arcis, Grand Torcy genannt, war von den Fran⸗ zoſen beſetzt worden. Dieſer Platz wurde wiederholt und mit verzweifeltem Ungeſtuͤm, von den Alllirten angegriffen, allein die Franzoſen hielten ſich in ihrer Stellung. Arcis ſelbſt wurde durch die Bomben der Angreifenden angezuͤndet; die Nacht allein trennte die


