112
Se. Majeſtaͤt iſt geſonnen, obgleich Sie den Traktat unterzeichnen wuͤrden, ſich von dem Stand der Kriegs⸗ ereigniſſe beſtimmen zu laſſen;— der Letzte hat noch
nicht geſchoſſen. Die Treuloſigkeit der Alllirten in
Hinſicht auf die Kapitulationen von Dresden, Danzig
und Gorkum muß uns vorſichtig machen; dieſer Ge⸗
genſtand mag durch eine militäͤriſche Verfuͤgung, wie einſt zu Preßburg, Wien und LTilſit, ins Reine ge⸗
bracht werden. Se. Majeſtaͤt verlangt, daß Sie ſeine
Abſicht immer im Auge behalten, dieſe drei Schluͤſſel Frankreichs nicht auszuliefern,
wenn Kriegsereigniſſe, auf welche allein er ſich ver⸗
laͤßt, ihm geſtatten ſollten, es nicht zu thun, ſelbſt,
wenn er ſchon die Abtretung all' dieſer
Provinzen unterzeichnet haben wuͤrde.
Mit einem Worte, Se. Majeſtaͤt wuͤnſcht im Stande
zu ſeyn, nach dem Traktat, ſich von den Umſtaͤnden
zu dem letzten Schritte beſtimmen zu laſſen. Er be⸗
fiehlt Ihnen, dieſen Brief ſogleich zu verbrennen,
wenn Sie ihn geleſen haben werden.“
Die Alliirten zeigten ihrerſeits, daß Napoleons Hartnaͤckigkeit ihren Entſchluß, den Krieg fortzuſetzen, nicht geſchwaͤcht, ſondern im Gegentheil verſtaͤrkt hatte. Ein neuer Traktat, der von Chaumont genannt, ward am 1. Maͤrz zwiſchen Rußland, Preußen und England geſchloſſen, zufolge deſſen die hohen contra⸗ hirenden Maͤchte ſich verbindlich machten, jede eine Armee von 150,000 Mann guf den Beinen zu halten,


