Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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90 in welcher wahrſcheinlich Jeder durch ſeine Talente einen bedeutenden Treffer zu gewinnen hoffte. Der Scepter Napoleons laſtete auf dieſer Klaſſe ſchwerer, als ſelbſt auf den Royaliſten. Er hatte in theoreti⸗ ſcher Hinſicht nichts gegen die Grundſaͤtze der letzteren einzuwenden, fuͤhlte einige Achtung fuͤr ihre Geburt und ihre Titel und wuͤnſchte nur, ihre Ergebenheit von dem Hauſe Bourbon auf das Haus Napoleon zu verpflanzen; er vertheilte demzufolge Aemter und Ehrenſtellen unter ſolche von dem alten Adel, die er zur Annahme vermocht hatte, und war angenſchein⸗ lich ſtolz darauf, Namen und Ditel an ſeinen Hof zu ziehen, die in den fruͤhern Perioden der franzoͤſi⸗ ſchen Geſchichte ihre Geltung hatten. Ueberdieß glaubte er, bis die Umſtaͤnde ſeinen Thron erſchuͤtter⸗ ten und ihnen Mittel, ihm zu ſchaden, an die Hand gaben, die Anzahl der Royaliſten ſey gering und ihre Macht unbedeutend; allein von dieſen unternehmen⸗ den Koͤpfen, deren Dichten und Trachten ſeit ſo vie⸗

len Jahren nichts denn revolutioniren war, hatte er

weit mehr zu fuͤrchten, beſonders, da ſie, wie man hoͤrte, unter der Leitung ſeines Erminiſters Talley⸗ rand ſtanden, deſſen Talenten fuͤr Entwerfung und Ausfuͤhrung politiſcher Veraͤnderungen er allen Grund hatte, Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen. Dieſer Klaſſe von Feinden ſchrieb er den kuͤhnen Verſuch zum Sturze ſeiner Herrſchaft zu, der waͤhrend ſeiner

Abweſenheit in Rußland nicht ohne Ausſicht auf Er⸗

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