Teil eines Werkes 
58. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 24. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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3 56— 8 Bertrand, der franzoͤſiſche Stadtkommandant, uͤber⸗ gab dieſen erlauchten Fuͤrſten ſeinen T Degen. Die verbuͤndeten Monarchen wollten den Koͤnig von Sach⸗ ſen nicht ſehen. Er wurde unter einer Koſackenbe⸗

deckung nach Berlin abgefuͤhrt und nicht wieder auf ſeinen Thron eingeſetzt, als bis er ſeine Anhaͤnglich⸗ keit an Frankreich durch ein großes Opfer geſuͤhnt hatte.

Der Rang und die Wuͤrde der in dieſem Drama auftretenden Perſonen machen daſſelbe fuͤr uns allerdings intereſſant. Das Beiſpiel Napoleons, der ſich ſelbſt an die Spitze ſeiner Armee ſtellte, ſcheint die Stellung der regierenden Furſten gewiſ⸗ ſermaßen veraͤndert zu haben; ſie, die ſich in ihrer wuͤrdevollen Zuruͤckgezogenheit den Muͤhen der Re⸗ gierung und den Gefahren des Krieges entfremdet hatten, wagten ſich jetzt in das Getuͤmmel der Schlacht, und befaßten ſich ſelbſt unmittelbar mit Unterhand⸗ lungen. Solche Scenen, wie ſie an dieſem denk⸗ wuͤrdigen Tage zu Leipzig Statt fanden— wir moͤgen nun Napoleons Abſchied von Friedrich Auguſt unter dem Kauonendonner und Schlachtruf feindlicher Ar⸗ meen, oder die triumphirende Zuſammen kunft der verbuͤndeten Souveraine auf dem großen Markte zu Leipzig ins Auge faſſen— waren ſeit Jahrhunderten nur in romantiſchen Dichtungen vorgekommen. Wenn wir aber bedenken— wie wichtig es fur die Vo lker iſt, daß ihre Herrſcher nicht Geſchmack am Kriege gewin⸗ nen, ſo entſteht allerdings die Frage, ob eine ſolche