27 ſich und gerieth ſogar heftig aneinander. Wiederholte Unfalle hatten dieſe Maͤnner einander entfremdet, die
in ihrer fruͤher ſtets gluͤcklichen Laufbahn Freunde gewor⸗ den waren. GroßesUngluͤckwuͤrde dieſelben wieder verei⸗
nigt und alsLeidensgenoſſen mit einander verbruͤdert ha⸗ ben. Aber eine Reihe van fehlgeſchlagenen Beſtre⸗
bungen hatte ſie erbittert, wie ein anhaltender Staub⸗ regen unertraͤglicher wird, als ein Gewitterſturm.
Waͤhrend die Marſchaͤlle miteinander und mit Napoleon unzufrieden waren, beklagte ſich der letztere ſeinerſeits daruͤber, daß ſeine vornehmſten Offiziere gleichguͤltig, lau, linkiſchund darum ungluͤcklich geworden waͤren.„Den Generalen,“ ſagte er,„iſt es nur um Ruhe zu thun; ſie verlangen dieſelbe um jeden Preis.“
Die Marſchaͤlle behaupteten hinwiederum, Na⸗ poleon berechne ſeine Mittel nicht mehr nach ſeinen Zwecken; er laſſe ſich durch ſchoͤne Phraſen uͤber die Macht ſeines Sternes taͤuſchen— ſie beſpotteten ſeinen Ausſpruch, daß das Wort impossible nicht
franzoͤſiſch ſey. Sie ſagten, dergleichen Phraſen ſeyen allerdings gut, um den Soldaten Muth zu machen, bei militaͤriſchen Entwuͤrfen muͤſſe man aber logiſcher verfahren. Sie ſtellten nicht in Abrede, daß ſie ſich nach Ruhe ſehnten, frugen aber, wer zu tadeln ſey, das Roß oder der Reiter, wenn das uͤber die Maßen getriebene Thier aus Ermattung zu Bo⸗ den ſinke. t 15A 3.


