43 gewicht erhalten ſollten, im Falle eines unter ſeinen Auſpicien zu Stande kommenden Friedens aber zu⸗ gleich den Eidam ſeines Kaiſers in Schutz zu neh⸗ men, ſich ſeine verlornen Provinzen und ſeinen ehe⸗ maligen Einfluß wieder zu verſchaffen und durch Be⸗ ſchraͤnkung der uͤbertriebenen Anſpruͤche Frankreichs zur Wiederherſtellung der Ruhe von Europa beizu⸗ tragen.
Otto, der franzoͤſiſche Geſandte in Wien, merkte au bald genug, daß die oͤſterreichiſche Regierung geſonnen ſey, ihre alten Anſpruͤche, die durch die Siege Napoleons vernichtet worden waren, wieder geltend zu machen. Er berichtete ſchon zu Anfang des Jaͤnners ſeinem Hofe, wie ſie ſich es ſchon als ein Verdienſt anrechne, daß ſie nicht auf der Stelle Frankreich den Krieg erklaͤre. Durch die Sendung des Generals Bubna nach Paris ſollte das Einſchrei⸗ ten Oeſterreichs in ein etwas gefaͤlligeres Licht geſetzt werden. Er erklaͤrte dem franzoͤſiſchen Kabinet, der Kaiſer Franz ſey bereit, mit Frankreich wie ein treuer Alliirter zu unterhandeln, nur muͤſſe es Oe⸗ ſterreich geſtattet ſeyn, auch mit andern Nationen als unabhaͤngiger Staat Verbindungen einzugehen.
Es war, um uns kurz zu faſſen, die Abſicht Oe⸗ ſterreichs, erſtens dasjenige, was es ſelbſt verloren, aber nie ganz aufgegeben hatte, wieder zu gewinnen und dann in Europa wo moͤglich ein Gleichgewicht der Macht wieder herzuſtellen, durch welches die Un⸗


