3 40 nicht der Fall, was muͤßte man von der Revolution 1688 und der Innaſion des Koͤnigs Wilhelm denken? Auf, dieſelbe Weiſe kann ein Franzoſe oder Britte auf 8 irgend ein anderes Land dieſelbe Pflicht uͤbertragen, die er in der Regel nur ſeinem Geburtslande ſchul⸗ dig iſt. Als Kronprinz von Schweden war Berna⸗
dotte zugleich ein Schwede geworden; indem er mit
Schweden eine ſo innige Verbindung einging, konnte er ſich das Recht nicht vorbehalten, die Intereſſen deſſelben denjenigen ſeines urſpruͤnglichen Vaterlan⸗ des im Falle einer Colliſion aufzuopfern.
Dadurch, daß Schweden einen Franzoſen zu ſei⸗ nem Kronprinzen waͤhlte, wollte es ohne Zweifel ſeine freundſchaftlichen Geſinnungen gegen Frank⸗ reich und ſeine Abſicht bekunden, mit dieſem Staate in gutem Einverſtaͤndniß zu leben; dieſer Schritt berechtigte aber noch keineswegs zu dem Schluſſe, daß es ſich demſelben wie eine eroberte Provinz unterwerfen und in dem gewaͤhlten Kronprinzen eben nur den Legaten Napoleons erkennen wolle. Dieſe Bedeutung hatten fuͤr den franzoͤſiſchen Kai⸗ ſer allerdings die von ihm geſchaffenen Koͤnigreiche Holland, Weſtphalen, Spanien u. ſ. w. In dieſen Laͤndern waren aber die Kronen wenigſtens von ihm verliehen worden. Die ſchwediſche Krone dagegen war von dem Reichstage zu Orebro, der das ſchwe⸗
diſche Volk vertrat, einem von ihm ſelbſt gewaͤhl⸗
ten Kandidaten gegeben worden, und Buonaparte
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