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57. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 23. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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37 hatten durch eine traurige Erfahrung die Staͤrke ih⸗ res maͤchtigen Gegners kennen gelernt, vertrauten aber darum nicht minder auf ihr gutes Schwert und die Gerechtigkeit ihrer Sache.

Es fand ſich ein Fuͤhrer, den die Natur mit al⸗ len Eigenſchaften ausgeſtattet hatte, um eine National⸗ armee in einer ſolchen Kriſe zu befehligen. Dies war der gefeierte Bluͤcher, der, ſelbſt nach der Schlacht von Jena, der Schule des großen Friedrichs noch Eyre machte und zu fechten fortfuhr, bis auch der letzte Strahl der Hoffnung verſchwunden war. Die⸗ ſer hochherzige und patriotiſchgeſinnte Ofſfisier hatte waͤhrend der langen Periode der franzoͤſiſchen Herr⸗ ſchaft in der groͤßten Zuruͤckgezogenheit gelebt. Er war einer von jenen feurigen, unbeugſamen Maͤnnern, die Napoleon nicht leiden mochte; denn ſo großmuͤ⸗ thig er ſich auch zuweilen erwies, ſo vergab er doch nur ſelten denjenigen, die ſich ihm ſtandhaft und unbedinzt widerſetzt hatten. Solche Maͤnner haßte er nicht blos als politiſche, ſondern auch als ſeine perſönlichen Feinde; er ließ ſie von ſeiner Polizei bewachen, und ſie mußten, wenn ſie ſicher ſeyn woll⸗ ten, ſich von Allem entfernt halten. Aber jetzt brach der alte Krieger aus ſeinem Schlupfwinkel hervor, wie einſt bei den Schauſpielen des alten Roms der Loͤwe aus ſeinem Verſchluß in die Arena des vollen

Amphitheaters geſprungen ſeyn mag, um ſeine ſchreck⸗ liche Rolle zu ſpielen. Bluͤcher war in der That,