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gleiche Weiſe ſcheint man geſunden zu haben, daß
die italteniſche Luft nicht geeignet ſey, den Starr⸗
ſinn des Pabſtes zu erweichen.
Der heilige Vater ward in aller Eile nach Fon⸗ talnebleau gebracht, wo er am 19ten Juni 1812 an⸗ kam. Die franzoͤſiſchen Geſchichtſchreiber ruͤhmen es,
daß der alte Mann nicht in einen Kerker geworfen,
ſondern im Palaſte untergebracht wurde, auch Meſſe leſen und hoͤren durfte— in der That eine nicht geringe Verguͤnſtigung fuͤr das Oberhaupt der katho⸗ liſchen Kirche! Doch war er noch immer ein Gefan⸗ gener. Er blieb in Fontaineblean bis zur Ruͤckkehr Napoleons aus Rußland, und erhielt am 19ten Februar 1813 unvermuthet einen Beſuch vom Kai⸗ ſer, der, unter dem Vorwande, auf die Jagd zu gehen, von St. Cloud gekommen war. Er uͤbte die ganze, allerdings ſehr große Macht ſeiner Perſoͤnlich⸗ keit, um den Pabſt für ſeine Vorſchlaͤge zu gewin⸗ nen; und wir glauben gerne, daß der Vorwurf, er habe ſich eine perſoͤnliche Mißhandlung des Pabſtes zu Schulden kommen laſſen, durchaus ungegruͤndet iſt. Um die Gewiſſensſkrupel des heiligen Vaters zu beſchwichtigen, verlangte er von ihm keine aus⸗ druͤckliche Verzichtung auf ſeine weltlichen Rechte; auch bewklligte er ihm in Beziehung auf die kanoni⸗ ſche Einſenung eine Friſt von ſechs Monaten. Man verſtaͤndigte ſich uͤber eilf Artikel, die von dem Kai⸗ ſer und dem Pabſte unterſchrieben wurden.


