8 tion. Sie waren gewoͤhnt, ſo oft der Kaiſer abwe⸗
ſend war, ſich eben nicht ſehr ſtark anzugreifens
aber ſeine ploͤtzliche Ruͤckkehr wirkte wie die Erſchei⸗ nung eines Schulmeiſters nach einer kurzen Abwe⸗ ſenheit in ſeiner Schule. Alles war in der leben⸗ digſten Bewegung, in der groͤßten Thaͤtigkeit. Dies⸗
mal wurde doppelter Fleiß oder der Schein davon
gezeigt; denn Alle fuͤrchteten, und Einige mit Recht, wegen ihres Benehmens in einem neuerlichen Falle vom Kaiſer zur Rechenſchaft gezogen zu werden. Dies bezieht ſich auf die Verſchwoͤrung Malet's, der ren wir bis jetzt nur im Allgemeinen erwaͤhnt haben.
In der Abweſenheit Napoleons waͤhrend ſeiner vorigen Feldzuͤge ging die innere Regierung Franke reichs unter der Leitung von Cambacsreès ihren ge⸗ wohnten Gang, wenn auch nicht ſo raſch, doch eben ſo methodiſch fort, als befaͤnde ſich der Kalſer in den Tuillerien; das Syſtem der Verwaltung, wie das der Oberaufſicht war hoͤchſt beſtimmt und genau, die Dienſtpflicht der Civilbeamten ſo ſtreng als die der Militaͤrs. Allein waͤhrend der verlaͤngerten Ab⸗ weſenheit Napoleons im ruſſiſchen Feldzuge bildete ſich eine Verſchwoͤrung, aus der ſich ergab, wie glelchguͤl⸗ tig die Natton gegen die kaiſerliche Regierung geſinnt ſey, mit welchen geringen Mitteln dieſelbe geſtuͤrzt wer⸗ den koͤnne und wie wenig Aufſehen eine neue Re⸗ volution machen wuͤrde. Des Kaiſers Macht glich gewiſſermaßen einer ſtattlichen, zum Himmel aufſtar⸗


