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ſorgniſſe in Gluͤck und Zufriedenheit umzuwan⸗ deln. Das übertriebenſte Lob von Napoleons großen Eigenſchaften, die unbegrenzteſte Dienſtwillig⸗ keit, das blindeſte Vertrauen in ſeine Weisheit wa⸗ ren der conſtante Inhalt dieſer Zuſchriften. Dieſe Schmeichelei war, zufolge des großen Verluſtes, den das Land erlitten, nicht nur zur Unzeit angebracht, ſondern in vielen Faͤllen auf eine ſo grobe Weiſe uͤbertrieben, daß die großen Talente deßjenigen, dem ſie galt, gewiſſermaßen dadurch laͤcherlich gemacht wurden, wie durch Sudler zuweilen das ſchoͤnſte Originalgemaͤlde zu einer Karrikatur verhunzt wird. In den wenigen Zirkeln, wo man ſich eine leiſe Kri⸗ tik dieſer Erguͤſſe der Loyalltaͤt erlaubte, wurden die Verfaſſer dieſer Adreſſen mit dem geprellten Froͤmm⸗ ler in Moliere's Luſtſpiel verglichen, der, ſtatt ſich die Krankheit ſeiner Frau und die Unvaͤßlichkeit ſei⸗ ner ganzen Familie zu Herzen zu nehmen, ſich ein⸗ zig daruͤber freut, daß Tartuffe der bluͤhendſten Geſundheit genießt. Doch wuͤrden von dieſen Klaͤf,
fern es uur wenige gewagt haben, ſich nicht in der
Kirche zu unſerer lieben Frauen einzufinden und dem Te Deum beizuwohnen, das wegen der
glücklichen, ohglelch mit dem Untergange der großen Armee erkauften Ruͤckkehr Napoleons angeſtimmt wurde. i Ann.
Aber vorzuͤglich unter den Beamten machte die unerwartete Nuͤckkehr des Kalſers die groͤßte Senſa⸗


