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daß die Moskwa und andere Fluͤſſe in Rußland et⸗ wa in der Mitte des Novembers zufrieren wuͤrden. Wenn alſo der Schnee und der Froſt fuͤnf oder ſechs Tage fruͤher eintraten, wie es wirklich der Fall war,
ſo mußte der Kaiſer darauf gefaßt ſeyn. In dem
ſechsundzwanzigſten Bulletin iſt von den Winterquar⸗ tieren mit der Bemerkung die Rede, daß der Kai⸗ ſer es noch uͤberlege, ob er dieſelben im ſuͤdlichen Rußland, oder in dem befreundeten Polen beziehen ſolle. Es heißt darin:„Das Wetter iſt ſchoͤn, aber in den erſten Tagen des Novembers ſteht kalte Wit⸗ terung zu erwarten. Man muß daher auf Winter⸗ quartiere denken; die Reiterei bedarf derſelben ganz beſonders.“ 3
Es iſt unmoͤglich, daß derjenige, von dem oder unter deſſen Augen dieſe Bulletins abgefaßt wurden, durch den am ôten November eingetretenen Schnee hat uͤberraſcht werden koͤnnen. Die Wahrſcheinlich⸗ keit dieſes Ereigniſſes hat er eingeſehen, aber keine Vorkehrungen dagegen getroffen.
Auch die gemeinſten Vorſichtsmaßregeln, wie z. B. das Griffen der Kavallerie⸗ und der Zugpferde, un⸗ terblieb, denn in den Bulletins wird uͤter das ab⸗
geſchliffene Beſchlaͤg der Pferde Klage gefuͤhrt. Dies
will ſo viel ſagen, als, dieſe Thiere ſeyen nicht friſch beſchlagen geweſen; denn die franzöoͤſiſchen Pferde ſind eigentlich immer gegrifft, ſo lange das Beſchlaͤg
icht abgenuͤtzt oder abgeſchliffen iſt. Wenn demnach
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