27 niges Geſchuͤtz, das von den erſchoͤpften Pferden nicht mehr fortgeſchleppt werden konnte, blieb ſtehen, je⸗ doch ohne Vorwiſſen Napoleons, der als ehemaliger Artillerieoffizier mit aberglaͤubiger Verehrung an ſeinen Kanonen hing.
Der Kaiſer hatte mit dem vorderſten Korps ſei⸗ ner Armee bis jetzt keinen Widerſtand gefunden. Nicht ſo das mittlere und das hinterſte Korps. Sie wurden waͤhrend ihres ganzen Marſches von Koſacken⸗ ſchwaͤrmen begleitet, unaufhoͤrlich geneckt und aus dem leichten Feldgeſchuͤtz, das ſie auf Schlitten mit ſich fuͤhrten, mit Kugeln und Kartaͤtſchen uͤberſchuͤttet; ſie waren oft genoͤthigt, Halt zu machen und ſich in Schlachtordnung zu ſtellen oder Vierecke zu bilden, um den Angriffen dieſer leichten Reiterei zu begega nen. Im An geſie⸗ ht des aufdringenden Feindes muß⸗ ten oft Stroͤme, wo ſich keine Bruͤcken ſanden, tiefe, ſumpfige Gruͤnde, wo Pferde und Wagen ausglitten oder verſanken, paſſirt werden, wo dann Verwi rrung, Gefahr und der Verluſt um ſo groͤßer wurden. Doch brachten die beiden Korps, da ſie bis jetzt noch keine regulaͤren Truppen geſehen hatten, die Nacht vom zten November zwei Sunden dieſſeits von Wiazma, wo Ney ihrer wartete, in truͤgeriſcher Ruhe zu.
In dieſer verhaͤngnißvollen Nacht kam Milor⸗⸗ dowitſch an. Dieſer, durch ſeine Kuͤhnheit, ſeinen Unternehmungsgeiſt und ſeine Thaͤtigkeit ausgezeich⸗ nete ruſſiſche Generaͤl, den die Franzoſen nur den


