groͤßte Freude bezeigten; der Krieg ſchien ihnen verleidet; ſie ſagten ſogar, dieſe Friedensbotſchaft wuͤrde zu Petersburg mit oͤffentlichen Freudensbe⸗ zeigungen aufgenommen werden. Durch den Vericht hievon ließ ſich Napoleon in eine fälſche Sicherheit einwiegen. Er kam auf ſeine erſte Meinung zuruͤck, die nur erſchuͤttert, nicht widerlegt worden war, und verkuͤndete ſeinen Generalen mit der großten Zu⸗ friedenheit, daß in den naͤchſten vierzehn Tagen ein ehrenvoller Frieden zu Stande kommen wuͤrde. Er wuͤhmte ſich, den tuſſiſchen Charakter am beſten beurtheilt zu haben, und verſicherte, daß ſeine Frle⸗ densvorſchlaͤge zu St. Petersburg die groͤßte Freude verurſachen wuͤrden.
„Wie ſehr er aber auch an den Fileden glauben mochte, ſo, wollte Napoleon doch nicht den ſonderba⸗ ren Waffenſtillſtand genehmigen, den Murat mit den Ruſſen eingegangen. Dieſer Waffenſtillſtand hatte das Eigene, daß ieder Theil, um ihn wieder aufzuheben, denſelben nur drei Stunden vorher aufkuͤnden duͤrfte; er galt aur in der Fronte, nicht in den Flanken der beiderſeitigen Lager, denn fo legten wenigſtens oͤle Ruſſen die ſelben aus; man konnte weder eine Zufuhr beziehen, noch auf Foura⸗ glrung ausgehen, ohne eln Gefecht zu beſtehen, ſo daß der Krieg uͤverall fortdauerte, nur auf dem Punkte nicht, wo er zum Vortheil der Franzofen hatte geführt werden koͤnnen Soy wurden hundert


