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„ob deyn der Krieg, der ſich auf eine ſo unerhoͤrte We eiſe ge ſtaltet habe⸗ ewig dauern ſolle;“ er er⸗ klaͤrte zu gleicher Zeit die Bereitwilligkeit des Kai⸗ ſers, jeines Herrn, den Feindſeligkeiten zwiſchen zwei großen und hochgeſinnten Nationen ein Ziel zu ſetzen⸗. Der alte ſchlaue Ruſſe ſah in di leſer friedlichen Serache don offenbarſten Beweis, daß es mit Na⸗ poleon ſchlecht ſtehe, und war einzig darauf bedacht, Zeit zu gewinnen, als das beſte Mittel, die Lage der Franzoſen noch zu Berſirreheen und dieſelbe deſto beſſer zu ſeinem Vortheil zu venutzen. Er henchelte das aufrichtiagſte P Verlangen, den Frieden zu befoͤrdern, erklaͤrte aber, er ſey durchaus nicht ermaͤchtigt, irgend einen Vorſchlag dieſer Art anzu⸗ uehmen, oder einen ſolchen an den Kaiſer gelangen zu laſſen. Er verweigerte demnach den von Lauri⸗ ſton nachgeſuchten Paß nach St. Petersburg, erbot ſich gber, den General Wolkonsky, einen Adjutan⸗ ten des Kai ers, dahin zu ſchicken, um den Willen ſeines Herrn zu vernehmen. Lauriſtun, der von ſeinem Herrn die beſtimm⸗ teſte Weiſung erhalten hatte, zum Behuf des Frle⸗ dens alles zu verſuchen, was der Ehre nicht zuwider liefe, glaubte, gegen dieſe Anordnung nichts ein⸗ wenden zu duͤrfen. Er verſprach ſich ſogar davon den beſten Erfolg, weil General Kutuſof und feine Umgebungen uͤber die ihnen gewordene Ausſicht die


