32
theilhafte Stellung gewaͤhlt und ſorgfaͤltig befeſtigt werden, um darin, wie Lord Wellington in den Li⸗ nien von Torres Vedras, Stand zu halten Zu die⸗ ſem Ende wurde ein großes verſchanztes Lager zu Driſſa, an der Duͤng oder Dwina, zugerichtet, das, falls die Franzoſen St. Petersburg zu ihrem Opera⸗ tionsobjekt waͤhlen wuͤrden, zur Deckung dieſer Haupt⸗ ſtadt allerdings geeignet war, das aber, falls die Franzoſen den Weg von Moskau einſchlagen ſollten, wie ſie es wirklich thaten, zu nicht viel dienen konnte. Wir muͤſſen jetzt von den zahlloſen Schaaren reden, die von Buonaparte, als waͤren ſie nur eine Armee, ſammt und ſonders befehligt wurden, ob⸗ gleich ſie auf einer Strecke von mehr als hundert und zwanzig franzoͤſiſchen Stunden vertheilt ſtanden. Macdonald befehligte den aͤußerſten linken Fluͤ⸗ gel der franzoͤſiſchen Armee, der aus mehr als 30,000 Mann beſtand. Sein Auftrag war, in Curland ein⸗ zudringen und die rechte Flanke der Ruſſen zu be⸗ drohen; und, falls es ſich thunlich zeigen ſollte, Riga zu belagern oder dieſen wichtigen Seehafen wenigſtens zu bedrohen. Der außerſte rechte Fluͤgel von Napoleons Armee, faſt ganz aus oſterreichiſchen Huͤlfstruppen zuſammengeſetzt, war in der Gegend von Pinsk in Volhynien unter dem Befehle des Fuͤr⸗ ſten von Schwarzenberg aufgeſtellt. Er ſtand der ruſſiſchen Armee des Generals Tormazoff gegenuͤber,
der Volhynien decken ſollte. Die Oeſterreicher ge⸗ rade


