13 daß die Rekruten nur eine beſtimmte Zeit zu die⸗ nen hatten.
Der beruͤhmte Graf Lacépéède, der wegen ſei⸗ ner großen naturhiſtoriſchen Kenntniſſe und wegen der allzeit fertigen Beredſamkeit, mit der er die Zu⸗ ſtimmung des Senats zu allem, was der Kaiſer wollte, ausſprach, von den Witzlingen Koͤnig der krie⸗ chenden Thiere genannt wurde, verſah bei dieſer Veranlaſſung auch wieder ſein Schmeichleramt. In der einzig durch die Herrſchſucht des Kaiſers moti⸗ virten Maßregel, kraft welcher die ganze franzoͤſiſche Jugend zum Kriegsdienſtr berufen wurde, wollte er nur einen neuen ruͤhrenden Beweis der landesvaͤter⸗ lichen Fuͤrſorge des Kaiſers ſehen. Er ſagte:„Da in jedem Jahre der ſechste Theil der Mannſchaft aus den Kohorten wieder entlaſſen wird und ſie in dem Alter ſteht, wo Leib und Seele in ihrer gan⸗ zen Energie ſind, ſo werden die Waffenuͤbungen fuͤr ſie eher ein heilſames Spiel und eine angenehme Erholung, als muͤhſame Arbeit und harte Leiſtung ſeyn. Sodann wird das ausdruͤckliche Verbot, uͤber die Grenze zu gehen,— die Eltern duͤrfen ſich da⸗ rauf verlaſſen— ein Zuͤgel fuͤr den feurigen und ungeſtuͤmen Charakter des franzoͤſiſchen Soldaten ſeyn, und die jungen Leute, die ſich ſonſt von ihrem unbeſonnenen Muthe auf entlegene Schlachtfelder wuͤrden verlocken laſſen, auf ihrem heimathlichen Bo⸗ den feſthalten. Alles dies klang ſchoͤn genug, aber


