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wendbare Streitmacht, die ihm von derſtehenden Armee des großen Frledrichs geblieben war, zur Verfuͤgung Frankreichs ſtellen und die franzoͤſiſche Armee auf ihrem Durchzug durch das preußiſche Geblet verpfle⸗ geu und mit allen Beduͤrfniſſen verſehen; doch ſoll⸗ ten dieſe Leiſtungen von der fruͤhern Kriegscontribu⸗ tion, die Preußen noch nicht bezahlt hatte, abgerech⸗ net werden. Es wurden noch verſchiedene andere Maßregeln getroffen, um die Franzoſen in Stand zu ſetzen, ſich im Nothfall der noch uͤhrigen preußi⸗ ſchen Feſtungen zu bemaͤchtigen und das Volk, von dem im Falle eines Ungluͤcks ein Aufſtand zu befuͤrch⸗ ten war, wehrlos zu machen. Waͤhrend alſv Ruß⸗ land ſeine Macht durch den Beiſtand Schwedens, des alten Bundesgenoſſen von Frankreich, ſtaͤrkte, zos das noch uͤbrige Heer des Koͤnigs Friedrich, der im Herzen Alerxanders beſter Freund war, mit den Franzoſen gegen die Ruſſen zu Felde.
Als Eidam des Kaiſers von Oeſterreich hatte Napoleon begreiflicherweiſe eine gewichtige Stimme in deſſen Kabinet; doch war dieſes fuͤr ſeine ehrgei⸗ zigen Vergroͤßerungsplane darum noch keineswegs eingenommen. Metternich, der im Fruͤhjahr 1811 nach Wien mit der Ueberzeugung zuruckgekommen war, daß die ſo eben gefeierte Heirath Napoleon nicht vermoͤgen wuͤrde, ſein Schwert in die Schelde zu ſtecken und Europa eine dauernde Ruhe zu goͤn⸗ nen, hatte dies ſeinem Herrn nicht verhehlt. Oe⸗


