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54. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 20. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Se ſtandon die Sahen zwiſchen beiden Staaten, als bei der nahen Ausſicht auf den ruffiſchen Krieg Schwedens Betſtänd fär Franfreſch hochſt michtig warde. Allein womit konnte Napdleon einen be⸗ letdigten Freund wieder verföhnen? Etwa durch das Anerbleten, ihm wleder zu dem Veſitz von Finnland zu verheifen, das die Nuffen mit Näpoleons Ge⸗ nehmigung von Schweden abgeriſſen hattén? Allein der Kronptinz erwog, daß ein Krieg zum Behuf der Wiederetoberung Pon Fillutaud dem Lande uner⸗

ſchwingliche, mit dem md Gewinn ganz in kamem Paizaitiß dehes

B

itniß ſtehende Koſten verurfachen, das Finnkand in den Händen Schwedens ein ewiger Zankapfel zwiſchen beiden Staaten feyn wuͤrde, die

dagegen, durch den bothuiſchen Meerbufen getrennt, füͤglich gute Freunde bleiben könnten. Wenn aber Schweden in dem bevorſtehenden Kriege auß die Selte Rußlands Hund folglich auch Englands trat, ſo konnte es unter dem Schutze beider Maͤchte auf die Eroberung von Norwegen denken, das ihm ſo beguem lag und wodurch es vollends in den Be⸗ ſitz der ſkandingviſchen Halbinſel kam. Man be⸗ hauptet, der Kronprinz habe dem Kalſer insge⸗ heim gegen die Zuſicherung von Norwegen und Finnland ſeine Alllanz angetragen, die von dieſem mit Verachtung abgelehnt worden ſey. Die ganze Sache iſt indeſſen beſtritten und gelaͤugnet worden.

Als Buonaparte fah, daß er den Kronprinzen