Er fßerreicht dem Kaiſer
ſtand.— Seine Antwort.— Gründe, durch welche Napoleon
vom der Zweckmäßigkeit des Krieus feine Nathgeber zu überzeu⸗ 49510 121316 gen ſiccht. 1 1960 H. 22
reicht dem Kaiſer eine Denkſchrift über dieſen Gegen⸗
Bir naͤhern uns jetzt dem verhaͤngnißvollen Jahre, in welchem das Glück zum erſten Mal auf Napoleon ſelbſt, gegen den es ſich bisher ſo parteliſch gezeigt hatte, einen finſtern und grimmigen Blick warf. Er hatte zwar, ſowohl zu Waſſer als zu Land, ſchon man⸗ chen ſchmerzlichen Verluſt erlitten; er konnte aber dabei noch immer, wie bei der Nachricht von dem Schlage bei Trafalgar, ſfagen:—„Ich war nicht dort— ich kann nicht uͤberall zugleich ſeyn.“ Jetzt ſollte er bald Ungluckfälle erfahren, bei denen ſich dieſer ſtotze Kommentar nicht anwenden ließ. Wir
fangen damit an, dem Leſer die Urſache des Streits, der ſich zwiſchen dem franzoͤſiſchen und dem ruſſiſchen
Reiche entſpann, ins Gedaͤcht niß zu rufen.
Die erſte Veranlaſſung zu dieſem Streite ſin⸗n 3
den wir in demſelben Vertrage von Tilſit, der die
Beherrſcher beider Reiche zu perſoͤnlichen Freunden gemacht und dadurch eine neue Entzweiung derſel⸗
ben fuͤnf Jahre lang verhindert hatte. Das unermeß⸗
liche eulſiſche Reich iſt einzig auf ſeiner weſtlichen, d⸗ 1
h. gerade auf derjenigen Grenze zugaͤnglich, durch die
es mit Enropa in Beruͤhrung kommt; es kann nur
in denjenigen Beſitzungen angegriffen werden, die ihm in der europaͤiſchen Republik eine Stelle anwei⸗


