36 Verhaͤltutß zu Napoleon eine Zierde
und durch ihr der ſchoͤnen Welt wurde.
Buonaparke nahm, wie zt erwarten ge weſen, keine Ruͤckſicht auf den Anſpruch von Ludwigs Sohn, zu deſſen Gunſten der Vater abgedankt hatte. Er ernannte denſelben zum Großherzog von Berg, und ob er gleich noch ein Kind war, hielt er ihm doch eine Rede, deren wir bereits erwaͤhnt haben, und worin er, nachdem er ſich uͤber das Benehmen ſei⸗ nes Vaters, das, wie er ſagte, ſich nur aus ſeiner Kraͤnklichkeit erklaͤren laſſe, geaͤußert hatte, in wenigen Worten die Pflichten vortrug, welche die von ihm eingeſetzten Souyeralne zu befolgen häͤtten. „Vergeſſe nie, daß in jeder Stellung, die ich Dir zufolge meiner Politik und zum Beſten meines Rei⸗ ches anweiſen mag, Deine erſte Pflicht mir, Deine zweite Frankreich gehoͤre, und daß alle Deine ubri⸗ gen Verbindlichkeiten, ſelbſt diejenigen gegen das Volk, zu deſſen Regenten ich Dich beſtellen mag, dieſen erſten Pflichten untergeordnet ſind.
So ward der Grundſatz klar ausgeſprochen, auf welchem die Unabhaͤngigkeit der mit Frankreich ver⸗ buͤndeten Koͤnigreiche fortan beruhen ſollte. Die Monarchen, denen Kronen bewilligt wurden, waren nur Statthalter in den Laͤndern, die ſie beherrſch⸗ ten, und blieben, was auch das Intereſſe dieſer Laͤn⸗ der von ihnen fordern mochte, ſtets dem Willen und


