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l6ten Maͤrz einen Vertrag mit Ludwig, durch wel⸗ chen, wie es hieß, das Mißverſtaͤndniß zwiſchen den beiden Herrſchern beigelegt und die Unabhaͤngigkeit Hollands mit den Forderungen des Continentalſy⸗ ſems iin Einklang gebracht werden ſollten.
Buch dieſe u Verttag wur den Seeland, Hollaͤn⸗ diſch⸗ Vrghant und die, Rheinſtrecke auf beiden Ufern von Holland an Frautreich abgetreten. Das Mauth⸗ wefen ſollte in allen hollaͤndtſchen Seeplaͤtzen von franzoͤſiſchen Beamten beforgt werden; das Köͤnig⸗ reich Holland ſollte eln Truppenkorps von achtzehn⸗ tauſend Mann, worunter fechstauſend Franzoſen, unterhalten und fuͤr den franzöoͤſtſchen 2 Dienſt eine Flotte ausruͤſten; die hollaͤndiſche Regierung ſollte alle engliſchen Manufakturwaaren verbleten. Zu dieſen und andern harten Bedingungen verſtand ſich Ludwig, in der Hoffnnng, fein Bruder wuͤrde ſich dadurch beſaͤnftigen laſſen und dem noch uͤbrigen Theil feines Gebiets wenigſtens dem Namen nach die Unab)aͤngigkeit goͤnnen. Aber er erfuhr bald genug, daß dies keineswegs die Abſicht Napoleons fey. Statt ſechstauſend Mann franzoͤſiſcher Trup⸗ ven wurden zwanzigta uſend zu Utrecht! zur Beſez⸗ zung von Holland zuſammengezogen. Dieſe Trup⸗ pen waren nicht etwa beſtimmt, die Seekuͤſten zu beſetzen, um den Schleichhandel zufolge des Ver⸗ trags zu verhindern: Ludwig erhielt die Anzeige,
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