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ſo lange ſte von den Bruͤdern Napoleons wie von franzoͤſtſchen Praͤfecten, die man auch abſchaffen konnte, regiert wurden, ohne Bedeutung war. Herr Ouvrard, der die Erlaubniß erhalten hatte, in Handelsgeſchaͤften uach London zu reiſen, ward von Fouché beauftragt, dieſe kitzliche und heimliche Un⸗ terhandlung mit dem Marauis von Wellesley anzu⸗ knuͤpfen, die jedoch durch einen ſeltfamen Umſtand vereitelt wurde.
Auch Napoleon war auf den Gedanken gekom⸗ men, zu erforſchen, unter welchen Bedingungen der Friede Statt finden koͤnne, und da er ſchon zwei⸗ mal vergebens verſucht hatte, durch eine unmittel⸗ bare Korreſpondenz mit dem Koͤnig von England zu ſeinem Zwecke zu gelangen, ſo verfuhr er diesmal wie ſein Miniſter, indem er Herrn Labouchere, den Geſchaͤftsmann eines großen hollaͤndiſchen Handels⸗ haufes, zu ſeinem Unterhaͤndler mit der brittiſchen Regierung beſtellte. Und ſo geſchah es, daß Ouvrard und der Agent des Kaiſers, die beide nichts von enander wußten, zu gleicher Zeit mit dem Mar⸗ quis von Wellesley, der, von ſeiner Sendung nach Spanten zuruͤckgekehrt, jetzt Kriegsſekretaͤr war, in Kotreſpondenz traten. Der brittiſche Staatsmann, uͤber dieſes Zuſammentreffen nicht wenig verwun⸗ dert, ſchoͤpfte Verdacht, glaubte, daß es auf einen Betrus abgeſehen ſey, und brach ſowohl mit Ou⸗ B. Scott s Werke. LIV. 9


