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53. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 19. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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maͤnner vergeſſen zuweilen, daß, wo zur Erreichung eines Zweckes ein großer Aufwand an Menſchen und Geld erfordert wird, es eine elende Politik iſt, an dem einen oder dem andern Bedarf ſparen zu wollen, und daß durch eine ſolche zur Unzeit angebrachte Knickerei die Schwierigkeit eines Unternehmens ent⸗ weder ganz oder zum Theil unbeſiegbar werden muͤſ⸗ ſen.

Buonaparte war indeſſen in Beziehung auf das durch Buͤrgerkrieg zerriſſene, halb unterjochte, halb freie Spanien, das ihm die groͤßten Opfer abnöthigte und endloſen Aerger bereitete um uns eines ge⸗ meinen Gleichniſſes zu bedienen in der Lage ei⸗ nes Mannes, der einen Wolf gefaßt hat, ſich nicht ſtark genug fuͤhlt, das wuͤthende Thier zu uͤberwaͤlti⸗ gen, und es doch fuͤr gefaͤhrlich haͤlt, daſſelbe fahren zu laſſen. Seine Macht beruhte großentheils auf der Meinung, daß ihm alles, was er unternommen, ge⸗ lingen muͤſſe. Er ſelbſt vertraute gar ſehr auf ſeinen Stern; und da es weder in ſeiner Gemuͤthsart, noch in ſeiner Politik lag, das, was er unternommen, aufzugeben, ſo entſchloß er ſich zu einer rieſenhaften Anſtrengung, um die Leoparden und ihren Seapoyge⸗ neral, wie die Britten und Lord Wellington in den franzoͤſiſchen Tagblaͤttern genannt wurden, aus Por⸗ tugal zu vertreiben, ſich Liſſabons zu bemaͤchtigen, und dadurch fuͤr die Zukunft fremden Truppen das Thor der Halbinſel zu verſchlieſſen,

W. Scott's Werke. LII. 8