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beklagte ihn ſehr, indem er ihn als ſein eigenes Werk betrachtete.„Er war,“ ſagte er,„zuerſt nur eiu Haudegen; ich habe ihn zum vollendeten Kriegs⸗ manne ausgebildet; aus dem Zwerge, der er war, habe ich einen Rieſen gemacht.“ Der Tod dieſes Ge⸗ nerals, den man den Roland der Armee nannte, hat⸗ te etwas hoͤchſt Empoͤrendes. Es waren ihm beide Beine zerſchmettert, und doch wollte er nicht ſterben, und meinte, man ſolle die Wundaͤrzte aufknuͤpfen, die einen Marſchall und Herzog von Montebello nicht zu heilen wuͤßten. Mit ſolcher Sehnſucht am Leben hangend, rief er nach dem Kaiſer mit der gleichſam inſtinktmaͤßigen Hoffnung, Napoleon wenigſtens wuͤr⸗ de die gefuͤrchtete Stunde noch verſchieben koͤnnen; er wiederholte ſeinen Namen bis zu ſeinem letzten Au⸗ genblick mit jener rohen Andacht, womit ein Indianer ſein Goͤtzenbild anbetet. Buonaparte zeigte, als er ſeinen getreuen Waffengefaͤhrten in dieſem Zuſtande ſah, eine Ruͤhrung, die ſich nicht bezweifeln laͤßt.
Die Nachricht von dieſer ſchrecklichen Schlacht verbreitete ſich nach allen Richtungen und in die ent⸗ fernteſten Gegenden, und ward von den Oeſterrei⸗ chern als ein glaͤnzender und vollſtaͤndiger Sieg dar⸗ geſtellt. Dies moͤchte vielleicht der Fall geweſen ſeyn, wenn die Doͤrfer Aſpern und Eßling haͤtten genom⸗ men werden koͤnnen; ſo aber war dieſe Schlacht wei⸗ ter nichts, als ein abgeſchlagener Angriff des franzö⸗ ſiſchen Kaiſers, der auf ſeinem Vormarſch eine Nie⸗
W. Scott's Werke. LlII. 2


