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dieſem wichtigen Punkte, er gegen Spanien in groͤ⸗ ßerem Vortheil war, als er gegen irgend ein ande⸗ res Land je geweſen. Dagegen trug Spanlen ſolche Elemente des Widerſtandes in ſeinem Schoß, die ſich noch in keinem andern Lande auf dieſelbe Weiſe zu⸗ ſammengefunden hatten. 3
Fuͤnftes Kapitel.
Sittlicher Zuſtand der ſpaniſchen Nation.— Der Adel.— Der Mittelſtand.— Die untern Klaſſen.— Heftiger Unwille des Volks gegen die Franzoſen— Aufſtand zu Madrid am 2ten Mai, wobei viele Franzoſen umkommen.— Murat verkündet eine Amneſtie, läßt aber demungeachtet mehr als zweihundert ſpani⸗ ſche Gefangene umbringen.— König Karl ernennt Murat zum Generallieutenant des Königreichs.— Ferdinands Abdankung wird bekannt gemacht.— Murat legt dem Rathe von Caſtilien den Plan zur Regierung vor; aus verſchiedenen Gegenden Spa⸗ niens gehen Unterwerfunagsverſicherungen an Buonavarte ein. — Die Notabeln werden auf den 18ten Juni nach Bayonne be⸗ rufen.— Ein Geiſt der Widerſezlichkeit erwachtin ganz Spanien.
Ddie Regierung von Spanien, ein abgenuͤzter Despotismus, in den Haͤnden einer aͤußerſt geiſtes⸗ ſchwachen Familie, war eine der ſchlechteſten in Eu⸗ ropa; der Adel im Ganzen genommen(denn es gab ehrenvolle Ausnahmen) ſchien nicht weniger entartet. Die blutſchaͤnderiſche Sitte, in den naͤchſten Verwandt⸗ ſchaftsgraden zu heirathen, hatte mit ihren gewoͤhn⸗
lichen Folgen, der Koͤrper⸗ und Geiſtesſchwaͤche, lange W. Scott's Werke⸗ L.I. 8


