Murat, ſein Intereſſe ausſchließlich ſeiner eigenen Sorge anzuvertrauen; er gibt ihm den Wink, Por⸗ tugall werde in ſeiner Verfuͤgung bleiben, und em⸗ pfiehlt die Handhabung der ſtrengſten Mannszucht unter den franzoͤſiſchen Soldaten. Zulezt macht er es ihm zur Pflicht, jede Erklaͤrung mit den ſpani⸗ ſchen Generalen zu vermeiden und ſich aller Ein⸗ miſchung in ihr Marſchweſen zu enthalten.„Es darf,“ ſagt er an einer andern Stelle,„keine Lunte verbrannt werden;“ und in einer andern ſagt er faſt prophetiſch:—„Bricht der Krieg einm al aus, ſo iſt Alles verloren.“
99. Dieſes Schreiben iſt um ſo intereſſanter, als darans erhellt, daß von allen Umſtaͤnden des ſpant⸗ ſchen Aufſtandes keiner dem Scharfblicke Napoleons entging, obgleich er durch ſeinen Ehrgeiz gerade auf dzeſelben Gefahren hingetrieben wunde, die er in ſeiner politiſchen Weisheit vorausgeſehen und auf das genaueſte bezeichnet hatte. Der unermeßliche Zweck, Spanien ſeinem Relche einzuverleiben, ſchien werth, erſtrebt zu werden, ſelbſt auf die Gefahr hin, das kraͤftige ſpaniſche Volk unter die Waffen zurrufen und einen Nationalk rieg zu wecken, der, wie er ſelbſt vorausſah, von Anakſehlicher Daner ſeyn konnte.
Um indeſſen die Intriken Murat' zu unter⸗ ſtuͤtzen, ward zu gleicher Zeit eine untergeordnete Intrike betrieben, durch welche die wahren Abſichten


