Herren von Spanien. Fuͤrchten ſie einmal fuͤr ihre privilegien und ihre politiſche Eriſtenz, ſo werden ſie Maſſen gegen uns aufbieten und der Krieg wird kein Ende nehmen. Ich habe dermalen An⸗ haͤnger; erſcheine ich aber als Eroberer, ſo wird mir keiner bleiben. Der Friedensfuͤrſt wird verab⸗ ſcheut, weil man glaubt, er habe Spanien an Frank⸗ reich verrathen. Dem Prinzen von Aſturien fehlen zwar alle Eigenſchaften eines Herrſchers, demunge⸗ achtet wird man einen Helden aus ihm machen, ſo⸗ bald er gegen uns in die Schranken tritt. Man ſoll gegen die Perſonen der koͤniglichen Familie durch⸗ aus keine Gewalt brauchen— wir muͤſſen uns nicht unnoͤthigerweiſe verhaßt machen.“
In dieſem merkwuͤrdigen Schreiben kommt Na⸗ poleon noch einmal auf die Gefahren eines Volks⸗ kriegs in Spanien, und auf diejenigen zuruͤck, die aus der Einmiſchung der Englaͤnder entſtehen koͤnn⸗ ten; er uͤberlegt dann weiter, was er zufolge ſeiner Politi zu thun habe.„Soll ich nach Madrid gehen und dort als oberſter Schutzherr des ſpaniſchen Rei⸗ ches auftreten, indem ich zwiſchen Vater und Sohn den Schiedsrichter mache? Wollte ich Karl und ſeine Miniſter wieder einſetzen, ſo iſt zu bedenken, daß ſie ſich nicht drei Monate behaupten koͤnnten, ſo unbeliebt ſind ſie. Auf der andern Seite iſt Ferdi⸗ nand der Feind Frankreichs; ihn auf den Thron ſe⸗ zen, hieße denjenigen Parteien ihren Willen thun,


