Teil eines Werkes 
51. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 17. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

die als Gemahlinnen Rechte auf ihn hatten, weiß man von keiner Frau, die etwas uͤber ihn vermocht haͤtte.

Um die Wuͤrde ſeines Thrones zu behaupten, ließ er es an Glanz und Pracht nicht fehlen, vermied aber dabei jeden uͤbertriebenen Aufwand, aus reiner Liebe zur Ordnung, die bei ihm aus der Gewohn⸗ heit und Fertigkeit entſprang, Alles der Berechnung

zu unterwerfen, und die uͤberhaupt vielen Einfluß auf ſein Benehmen hatte. Als von ſeinem eigenen 5 Geſchmacke die Rede war, ſagte Buonaparte, ihm ſey nichts lieber, als ein Lotneehend und ſelne angenehmſte Beſchaͤftigung ſey die Loͤſung von Auf⸗ gaben. Derjenige, dem der Kaiſer dieſes auffallende Geſtaͤndniß machte, und der es voll Verwunderunge einem Offizier aus ſeiner Umgebung mittheilte, et⸗ fuhr von dieſem, daß der Kaiſer ſich nicht nur ſehr gern mit der Rechenkunſt abgebe, ſondern auch bei ſeinen haͤuslichen Ausgaben Gebrauch davon mache und Gefallen daran ſinde, den Preis gewiſſer Arti⸗ kel, wie er ihm angeſezt worden, mit dem gewoͤhn⸗ lichen Marktpreiſe derſelben, der aus begreiflichen Urſachen faſt immer geringer war, zu vergleichen. 1 Las⸗Caſes berichtet uns, wie er einmal eine ſolche Ueberbietunz bei einer goldenen Borte in einem fei⸗ ner Prunkgemaͤcher entdeckt habe. Noch auffallender jn die Anetdote von jener Uhr, die der geſchickteſte Künſtler in Paris als ein wurdiges Geſcheuk des

-.'

1