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50. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 16. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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lich iſt, oder ſich durch Drohungen ſchrecken laͤßt. Es iſt ihm kein Weg vorgezeichnet⸗ kein Leuchtthurm iſt da, auf den er ſein Schiff zuſteuern kann, und ſo laͤßt er ſich nur vom Eigennuz faͤhren.

Von dieſen Anſichten ausgehend, glaubten die franzoͤſiſchen Geſezgebungskommiſſäre in dem Civik⸗ koder ſo viel wie moͤglich alle in dem gegebenen ger ſellſchaftlichen Zuſtande bekannten und anerkannten Rechte in Schuz; nehmen zu muͤſſen. Weniger als dies konnten ſie gar htithun, und nach unſerer Melnung iſt ihr Koder nicht einmal ganz dazu ge⸗ eignet, dieſen Haudtzweck zu erreichen. Nach der Idee des geſell chen Vertrags ibererigt der Einzelne der 6 4

inde ſein Recht ſich ſelbſt zu bo⸗ ſchuͤtzen und zu raͤchen, unter der vord behaltenen und unerlaͤßlichen Bedingung, daß das oͤffentliche Geſez ihn vertheidige und diejenigen, die ihm Unrecht ge⸗ than haben,3 ziehe. Gleich wie die Rache nach Baco eine Art wilder Gerechtlgkeit iſt, ſo iſt in manchen Faͤllen die Forderung des Rechts fuͤr den Einzeinen nur ein modificirtes und geſezliches Ver⸗ kangen nach Nache, welches durch die moraliſchen und religiofen Gefuͤhle deſſen, der Recht ſucht, allerdings

gt werden ſollte, dem aber das Geſez doch ſen muß, zur Entſchaͤdigung dafuͤr, daß en in der Befrledigung ſelner natuͤr⸗ chaften einen Zaum anlegt. Die Recht i laſſen ſich demnach nicht unterdruͤcken,

Strafe

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