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uͤbertraf. Aber auch die Ruſſen befanden ſich in ei⸗ nem ſehr traurigen Zuſtande. Auf dem Schlacht⸗ felde ſelbſt und ohne vom Pferde abzuſteigen, hielten ihre Generale einen Kriegsrath. Der Wunſch, die Schlacht am folgenden Tage auf jede Gefahr hin zu erneuern, herrſchte vor. Tolſtoy erbot ſich, gegen die franzoͤſiſche Linle vorzuruͤcken— L Eſtocg empfahl dieſelbe Maßregel. Sie verbuͤrgten ihr Leben, daß, wenn Bennigſen vorruͤcke, Napoleon ſich nothwendig zuraͤckziehen muͤſſe. Sie beriefen ſich auf die große moraliſche Wirkung, die ein ſolches Eingeſtaͤndniß der Schwaͤche von Seiten desjenigen, der immer nur zum Siege vorgeruͤckt war, nicht nur auf die Armee, ſondern auch auf Deutſchland und ganz Europa ma⸗ chen waͤrde. Aber Bennigſen war der Meinung, er koͤnne es nicht darauf ankommen laſſen, von Koͤnigs⸗ berg, wo ſich der Koͤnig von Preußen befand, abge⸗ ſchnitten zu werden, und duͤrfe mit einer wenigſtens um 20,000 Mann verminderten, mit Munition nur noch ſparſam verſehenen und von allen Lebensmitteln entbloͤßten Armee nicht eine zweite Schlacht wagen. Die Nuſſen zogen ſich deßwegen noch in derſelben Nacht nach Koͤnigsberg zuruͤck, Nur die Diviſion Oſtermann blieb noch bis zum andern Morgen ſtehen, wo ſie dann im Angeſicht von Preußiſch⸗Eylau, das noch von den Franzoſen beſezt war, uͤber das Schlacht⸗ ſeld zog, ohne von lesteren auch nur im geringſten geſtoͤrt zu werden. 8 L 4


