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bedroht, ſo daß ſelbſt des Koͤuigs perſoͤnliche Sicher⸗
heit gefaͤhrdet ſchien. Graudenz, der Schluͤſſel der Weichſel, hielt ſich zwar immer noch, aber die preu⸗ ſiſche Garniſon litt den groͤßten Mangel und die Stunde der Uebergabe ſchien nahe. Die Nothwen⸗ digkeit, eine ſo wichtige Feſtung zu entſetzen und zu⸗ gleich Koͤnigsberg zu decken, verſtzxften das Gewicht der Motive, durch welche Benniglen, beſtimmt wurde, die Offenſive wieder zu ergreifen. Es kam bei Moh⸗ rungen zu einem ernſthaften und hitzigen Gefechte, in welchem die Franzoſen bedeutenden? Verluſt erlit⸗ ten. Die Koſaken ergoßen ſich uͤber das ganze Land und machten viele Gefangene, und der Plan des ruſ⸗ ſiſchen Generals gelang ſo gut, daß es dem treuen LEſtoeg moͤglich ward, Verſtaͤrkungen und Mundyor⸗ rath nach Graudenz zu ſchaffen.
Durch dieſe kecken Operationen zu einem Win⸗ terfeldzuge gezwungen, zog Napoleon ſeine Truppen aus ihren Quartieren, um dieſelben bei Willenberg im Ruͤcken der Ruſſen(die damals bei Mohrungen ſtanden) zwiſchen ihnen und ihrem eigenen Vater⸗ lande zu koncentriren. Sein Plan war, die Feinde weſtwaͤrts nach der Weichſel zu treiben, wie er fruͤ⸗ her die Preußen genoͤthigt hatte, bei Jena, den Rhein im Raͤcken habend, zu fechten. Bernadotte hatte den Auftrag, Bennigſen in ſeiner gegenwaͤrtigen Stellung zu beſchaͤftigen und ſeſtzuhalten, oder ihn wo moͤg⸗ lich zu einem Vormarſche nach Thorn zu verleiten


