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Da ſich bei Kaminskoy immer deutlichere Spu⸗ ren von Wahnſinn zeigten, ſo ward ihm das Kom⸗ mando uͤber die Armee abgenommen und unter dem allgemeinen Beifall der Soldaten dem General Ben⸗ nigſen uͤbertragen, der zwar nicht daſſelbe militaͤriſche Talent wie Suwarow hatte, aber doch zur Fuͤhrung einer ruſſiſchen Armee ganz geeignet ſchien. Er war thaͤtig, ausdauernd, unternehmend, und zeigte kei⸗ neswegs jenes ungluͤckſelige Schwanken, das ſo oft Offiziere anderer Nationen im Kampfe mit franzoͤ⸗ ſiſchen Generalen, und beſonders mit Buonaparte, wie ein Schlagfluß zu befallen ſchien, und ihre That⸗ kraft gerade in dem Augenblick, wo es zur Schlacht kommen ſollte, laͤhmte. Als ſich dagegen Bennigſen an der Spitze von 90,000 Mann ſah, wollte er die Bewegungen Napoleon's nicht erſt abwarten, ſondern er beſchloß vielmehr, denſelben zuvorzukommen; denn in dem Umſtande, daß Buonaparte ſeine Operationen eingeſtellt und ſeine Armee in Winterquartiere ver⸗ legt hatte, erkannte er ſehr richtig ein den Ruſſen gegebenes Zeichen, von Neuem in's Feld zu ruͤcken.
Auch durch die Lage des Koͤnigs von Preußen mußte er in dieſem Entſchluſſe beſtaͤrkt werden. Die⸗ ſer ungluͤckliche Monarch— denn gewiß verdiente Friedrich Wilhelm damals dieſen Namen— war in Koͤnigsberg wie eingeſchloſſen, nur durch ein kleines Heer von einigen tauſend Mann beſchuͤzt und von den heranruͤckenden Korps von Ney und Bernadotte


