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auch in dem Trabantencorps, indem man eine neue Inſtruktion für daſſelbe aufſetzte, wodurch es weſent⸗ lich dem Commando des Königs entzogen wurde.
Auf dem Platz zwiſchen der Ritterholmskirche und den beiden Brücken wurde am 23. Juli das Todes⸗ urtheil an Brahe, Horn, Stalſvärd und Puke voll⸗ zogen.
Als Puke das Schaffot beſtieg, hörte man die Todtenglocke einer nahegelegenen Kirche ertönen.
„Wer wird begraben?“ fragte er.
„Fräulein Alma Creutz,“ antwortete der Geiſt⸗ liche.
Puke las ein Gebet und kniete nieder.
Als ſein Haupt fiel, erſcholl ein Angſtſchrei aus der Volksmaſſe hervor; ein Frauenzimmer ſtürzte todesbleich herzu, tauchte ein weißes Tuch in ſein Blut und verſchwand dann wieder unter dem Haufen.
Es war Amanda.
Einige Wochen ſpäter wurden Mozelius, Chri⸗ ſtiernin, Eſcholin und Ernſt auf demſelben Platze enthauptet.
Schecta wurde, damit ſeine„Narrheit“ dem Land und Reich keinen Schaden bringen könnte, zu lebens⸗ länglicher Gefangenſchaft auf einer Feſtung der Krone, wo er von allem Beſuch und Umgang abgeſchnitten werden ſollte, verurtheilt. Silfverhjelm erhielt vier⸗
zehntägigen Arreſt bei Waſſer und Brod und ſodann
ſechsjährige Feſtungsſtrafe; außerdem verlor er ſeine Stelle ſowie ſeinen Sitz im Reichstag.
Graf Hard, der glücklich entkommen war, trat in preußiſche Dienſte, wo er ſich im ſiebenjährigen Krieg auszeichnete. Baron Wrangel und Larsſon entkamen


