Teil eines Werkes 
20. bis 24. Bändchen (1857)
Entstehung
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zu erwarten und lehnte ſich daher an eine der Säu⸗ len. Dabei geſchah es, daß er eine Bewegung hin⸗ ter ſich zu hören glaubte und, als er ſich umwandte, Amanda entdeckte, die in einiger Entfernung hinter einem Pfeiler halb verborgen war. Bei ihrer Rück⸗ kehr aus dem Park waren ihre Blicke ſoeben gleich beim Eintritt in die Vorhalle auf Puke gefallen, und ihr Herz hörte vor Ueberraſchung beinahe auf zu ſchlagen, weil ſie ſich ſogleich des Augenblicks erin⸗ nerte, wo ſie ihn zum erſten Mal geſehen, und des tiefen Eindrucks, den er auf ſie gemacht hatte. Dies war eine zugleich angenehme und ſchmerzliche, freund⸗ liche und erſchütternde Erinnerung, denn ſie führte ihr einige wenige ſchöne Eingebungen, aber unglück⸗ licher Weiſe noch mehr Kämpfe und Qualen, bittere Gefühle und Gedanken des Haſſes vor die Seele zu⸗ rück. Ein tiefer Seufzer drängte ſich daher unwider⸗ ſtehlich aus ihrer Bruſt hervor, ein Seufzer über ſich ſelbſt, den man mit der Taube vergleichen konnte, welche über die Sündfluth hinflog, obſchon wir nicht zu behaupten wagen, daß er ein Oelblatt, die Ver⸗ heißung von feſtem Land und Frieden, mitgebracht habe.

Auch Puke wurde durch ihren Anblick überraſcht. Wir wiſſen, daß er eine Beſprechung mit ihr wünſchte, und Nichts konnte zweckdienlicher ſein, als wenn er dieſe Gelegenheit benützte.

„Mamſell Amanda,“ redete er ſie daher an,„ich habe ſchon lange gewünſcht, Sie unter vier Augen ſprechen zu können, und wenn Sie nichts dagegen

hätten, ſo könnten wir einen kleinen Spaziergang im Parke machen.“.