Teil eines Werkes 
20. bis 24. Bändchen (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

darauf im Widerſpruch mit der Anſicht der Königin gefaßt.

Die Königin gab zur rechten Zeit nach und gönnte dem König gern ſeine Freude über den ſcheinbar er⸗ rungenen Sieg, hoffte aber unter dem angenehmen Einfluß einer freien und ſchönen Natur ihren An⸗ ſichten leicht wieder Eingang verſchaffen zu können.

Sobald man alſo draußen war, ließ ſie keine Gelegenheit unbenützt, um ihn auf die wichtige Frage zu führen, die ſo ausſchließlich ihre Seele erfüllte; aber ohne ihre Abſicht zu verſtehen, wich er, als ob er eine Gefahr ahnte, inſtinctmäßig aus.

Inzwiſchen durfte das, was man thun wollte, nicht länger hinausgeſchoben werden.

Unter ſolchen Umſtänden gerieth man auf den Plan, von welchem Horn im vorigen Abſchnitt Kennt⸗ niß gab, durch geheime Zuſchriften ſeine eigenen Freunde mit einem gewaltſamen Angriff zu bedrohen, welchen die Hüte und ihre Freunde gegen den Hof und die Mützenpartei im Schilde führen ſollten.

Der König ſelbſt hatte einige ſolche Briefe er⸗ halten.

Die Abſicht der Königin, den dadurch hervorge⸗ rufenen Eindruck zu benützen, wurde jedoch von dem König ſelbſt vereitelt, indem er ihr nicht einmal eine Anzeige davon machte. 3

Sie wußte, daß ihre Freunde beharrlich vorwärts ſchritten, und ſah die beſtändigen Rückſchritte ihres. Gemahls. Dies quälte und peinigte ſie dermaßen, daß ſie zuletzt ihre Freunde zu ſich beſchied, um mit ihnen Rath zu halten. Sie hatte alſo Brahe, Hard,