Teil eines Werkes 
20. bis 24. Bändchen (1857)
Entstehung
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Die vorhergegangene Beſprechung hatte ihm neue Sicherheit eingeflößt, ſo daß er ruhiger und vergnüg⸗ ter war, als ſeit langer Zeit. Mit zuvorkommender Freundlichkeit trat er daher jetzt ſeiner Frau entge⸗ gen. Dies war für ihr Herz ein erfriſchender Son⸗ nenſchein. Sie blickte ihm in die Augen, er drückte zärtlich ihre Hand. Der ſchönſte Friede ſenkte ſich in ihre Herzen.

Ich könnte Dir Vieles anvertrauen, ſagte er mit einem ſieghaften Lächeln auf ſeinen Lippen,aber ich will noch warten, um Dir dieſer Tage eine noch größere Ueberraſchung zu bereiten. Du mußt wiſſen, daß große Dinge im Werke ſind. Ferſen ſoll es ge⸗ denken, daß er mir den Landesmarſchallsſtab aus der Hand geriſſen hat.

Die Gräfin verſtand ihn nur zu gut; aber ſie beſaß nicht Muth genug, um ſich auf einen Gegen⸗ ſtand einzulaſſen, den ſie ſich in ihrer Phantaſie mit ſo ſchwarzen Farben ausmalte.

Brahe, ſagte ſie indeß,welche Ueberraſchung Du mir auch zudenken magſt, ſo bitte ich nur, Dich in keine ſo gefährlichen Unternehmungen zu werfen, daß ich dadurch auf den Glauben kommen könnte, Du vergeſſeſt diejenige Ueberraſchung, die ich Dir zudenke.

Welche Ueberraſchung?

Die Ueberraſchung, mein Freund, die ich unter meinem Herzen habe.

Brahe ſchloß ſie in ſeine Arme.

Bald darauf befanden ſie ſich auf dem Weg nach Drottningholm.