der zu⸗ lug⸗ ieß. küh⸗
Wir haben erzählt, daß die Königin die Abſicht hatte, Silfverhjelm nach Berlin zu ſchicken. Die Vorſicht gebot jedoch, ihm ſeine Depeſchen erſt zu übergeben, wenn er über der Grenze wäre, wo ſie ihm dann durch vertraute Perſonen zugeſtellt wer⸗ den ſollten, eine Klugheitsmaßregel, die dem Hof manche Unannehmlichkeit erſparte, da Silſverhjelm wirklich, als er eben die Hauptſtadt verlaſſen wollte, ſchon am Roslager Zollhaus feſtgenommen und ins Staatsgefängniß zurückgebracht wurde. Der Land⸗ richter Baron Wrangel, der ſich dadurch im höchſten Grade bedroht glaubte, weil er wohl wußte, wie ſehr er von Silfverhjelm abhängig war, hielt es jetzt für die höchſte Zeit, ſich auf den Weg zu machen, und entrann unter allerlei Vermummungen nach Nor⸗ wegen, wohin Larsſon bereits entkommen war. Sein plötzliches Verſchwinden vom Schauplatz erregte un⸗ erhörtes Aufſehen. Die Rathsherren und die Stände, die ſeine vertrauten Beziehungen zur Königin kann⸗ ten, erblickten darin einen neuen Anklagepunkt gegen dieſe.
Gleichzeitig mit dem Erlaß des geheimen Aus⸗ ſchuſſes an die Stände, betreffend eine Inſtruction für die Erziehung des Kronprinzen, ha eſſin bei demſelben Ausſchuß ſeine Entlaſſung als Gouverneur des Prinzen eingereicht. Ohne den glänzenden Eigen⸗ ſchaften des Mannes im Mindeſten nahe zu treten, dürfte man wohl annehmen, daß ſein geſpanntes Verhältniß zu dem Hofe nicht wenig zu dem Zeug⸗ niſſe beitrug, das ihm die Stände in ihrer betreffen⸗ den Zuſchrift an den König ausſtellten.
„Die Reichsſtände,“ hieß es darin,„können es


